Seit mehr als zwei Jahrzehnten widmen wir uns der Bewahrung Hamburgs maritimen Erbes. Unsere Arbeit konzentriert sich auf die architektonische Substanz der historischen Hafenquartiere – jene Gebäude, die von einer Zeit erzählen, als der Hafen das wirtschaftliche Herz der Stadt bildete.
Die Architektur der alten Hafendistrikte unterscheidet sich grundlegend von anderen historischen Bauwerken. Hier treffen maritime Anforderungen auf städtebauliche Notwendigkeiten. Speicherhäuser wurden für Funktionalität konstruiert, nicht für Repräsentation. Diese pragmatische Bauweise erfordert einen ebenso pragmatischen Ansatz bei der Restaurierung.
Unsere Projekte entstehen im Dialog zwischen Architekten, Denkmalpflegern, Ingenieuren und Historikern. Jede Fachdisziplin trägt eine andere Perspektive bei.
Besonders wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben, die traditionelle Bautechniken beherrschen. Moderne Materialien haben ihren Platz, aber sie dürfen die ursprüngliche Bausubstanz nicht verfälschen.
Jedes Projekt beginnt mit einer gründlichen Bestandsaufnahme. Wir dokumentieren nicht nur den sichtbaren Zustand, sondern erforschen auch die Baugeschichte. Archivrecherchen, Interviews mit Zeitzeugen und bauhistorische Untersuchungen bilden die Grundlage für unsere Entscheidungen.
Bei der Umnutzung historischer Hafengebäude verfolgen wir einen Ansatz, der die charakteristischen Merkmale erhält, gleichzeitig aber zeitgemäße Nutzungsanforderungen erfüllt. Offene Raumstrukturen, industrielle Ästhetik und robuste Materialität bleiben erhalten, während moderne Haustechnik und Brandschutz integriert werden.
Die Gebäude, mit denen wir arbeiten, sind Teil des kollektiven Gedächtnisses dieser Stadt. Unsere Entscheidungen wirken über Generationen. Diese Verantwortung nehmen wir ernst.
Wir verstehen uns nicht als Dienstleister im klassischen Sinne, sondern als Treuhänder einer baukulturellen Tradition. Jedes restaurierte Speicherhaus, jede umgenutzte Werftenhalle ist eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Unser Kernteam besteht aus acht Architekten mit Spezialisierung in Denkmalpflege, drei Bauingenieuren und zwei Kunsthistorikern. Hinzu kommen projektbezogene Kooperationen mit Statikern, Restauratoren und Fachplanern.
Alle Teammitglieder verbindet die tiefe Kenntnis Hamburger Baugeschichte und die Überzeugung, dass historische Bausubstanz nicht im Museum konserviert, sondern sinnvoll genutzt werden muss.